
Major Craft Conversion
Boot auf Elektro umrüsten? Lithium und NMC Akkus, CE-Folgen vorher klären.
Der Wechsel des Antriebs oder Batteriesystems kann Auswirkungen auf die CE-Konformität des gesamten Bootes haben. Wir prüfen die rechtliche Ausgangslage und begleiten erforderliche Konformitätsverfahren.
Für Eigner, Werften, Installationsbetriebe und Anbieter elektrischer Antriebssysteme.
Ein neuer Motor kann mehr verändern als nur den Antrieb
Der Umbau eines Sportbootes auf moderne elektrische Technik ist technisch attraktiv. Produktsicherheitsrechtlich kann eine solche Modernisierung jedoch weit über den gewöhnlichen Austausch eines Bauteils hinausgehen.
Die europäische Sportbootrichtlinie kennt hierfür den Begriff Major Craft Conversion. Im deutschen Recht spricht die 10. ProdSV vom größeren Umbau eines Wasserfahrzeugs.
Entscheidend ist nicht allein, ob der Umbau technisch funktioniert. Es muss auch geprüft werden, ob die ursprüngliche CE-Konformität nach der Veränderung weiterhin trägt.
Technisch attraktiv:
- weniger lokale Emissionen
- weniger Geräusch
- moderne Energiesysteme
- leistungsfähige Lithium-Batterien
- neue Lade- und Solartechnik
Wann wird aus einer Modernisierung eine Major Craft Conversion?
Eine Major Craft Conversion kann nach der europäischen Sportbootrichtlinie insbesondere dann vorliegen, wenn ein Umbau
- die Antriebsart des Wasserfahrzeugs verändert,
- einen größeren Umbau des Antriebsmotors beinhaltet oder
- das Wasserfahrzeug so verändert, dass es die maßgeblichen grundlegenden Sicherheits- und Umweltanforderungen möglicherweise nicht mehr erfüllt.
Die rechtliche Einordnung hängt von Art, Umfang und Auswirkungen der konkreten Änderung ab.
Ein klassischer Fall ist der Wechsel von
Dieselantrieb → Elektroantrieb
Benzinantrieb → Elektroantrieb
Denn hierbei wird die Art des Antriebs verändert.
Diesel raus, Elektromotor rein – was passiert mit der CE?
Typisches Beispiel: Eine ältere Segelyacht besitzt einen klassischen Diesel-Innenborder. Der Eigner möchte ihn ersetzen durch:
- Elektromotor
- Controller
- große Lithium-Batteriebank
- neues Ladegerät
- Landstromsystem
- Solaranlage
- DC/DC-Ladetechnik
- neue Verkabelung
- gegebenenfalls Rekuperation
Der Wechsel von einem Verbrennungsmotor zu einem elektrischen Antrieb verändert die Antriebsart. Damit kann unmittelbar die Regelung zur Major Craft Conversion betroffen sein.
Die rechtliche Prüfung sollte idealerweise vor Bestellung und Einbau des neuen Antriebssystems erfolgen.
Der Umbau verändert möglicherweise zusätzlich:
- Gewicht
- Gewichtsschwerpunkt
- maximal empfohlene Zuladung
- elektrische Anlage
- Brandrisiken
- Ladeinfrastruktur
- Kabeldimensionierung
- Absicherung
- Kühlung
- Antriebsleistung
- Manövriereigenschaften
- gegebenenfalls Stabilität
Was gilt beim Umbau auf Hybridantrieb?
Auch hybride Systeme können erhebliche Veränderungen des ursprünglichen Antriebskonzepts mit sich bringen. Nicht jedes Hybridsystem ist dabei gleich zu behandeln.
- Verbrennungsmotor + Elektromotor
- serieller Hybrid
- paralleler Hybrid
- Generator + Batterie + Elektroantrieb
- Range-Extender-Systeme
Wir prüfen:
- ursprüngliches Antriebskonzept
- neues Antriebskonzept
- Funktion des Verbrennungsmotors
- Energiefluss
- elektrische Installation
- Leistung
- Gewicht
- betroffene grundlegende Anforderungen
Von Blei auf Lithium – wirklich nur ein Batteriewechsel?
Typischer Fall: Ein CE-gekennzeichnetes Boot besitzt Blei-Säure-, AGM- oder Gel-Batterien und soll auf ein modernes Lithium-System umgerüstet werden – etwa LiFePO4 / LFP, andere Lithium-Ionen-Systeme oder je nach Ausführung Lithium-Polymer-Systeme.
Aus einem vermeintlichen Batterietausch kann deshalb eine Veränderung des gesamten elektrischen Systems entstehen.
Der Umbau umfasst häufig zusätzlich:
- Battery Management System
- Ladegeräte
- Lichtmaschine
- externe Regler
- DC/DC-Wandler
- Wechselrichter
- Landstrom
- Sicherungen
- Trennschalter
- Kabel
- Temperaturüberwachung
- Kommunikationssysteme
Lithium-Nachrüstung: Die Rechtslage ist in Bewegung
Eine Empfehlung der Recreational Craft Sectoral Group hat den Austausch dauerhaft installierter Nicht-Lithium-Batterien gegen Lithium-Batterien gleicher Funktion als Major Craft Conversion eingeordnet. Gleichzeitig wird diese weitreichende Auslegung in der europäischen Yachtbranche intensiv diskutiert.
Die aktuelle europäische Anwendungshilfe zur Sportbootrichtlinie betont bei Umbauten zusätzlich die Frage, ob die Veränderung so erheblich ist, dass produktsicherheitsrechtlich von einem neuen Produkt auszugehen ist.
Bei einem Lithium-Umbau sollte deshalb weder pauschal angenommen werden, dass immer ein PCA erforderlich ist, noch dass der Austausch grundsätzlich keinerlei CE-Folgen hat.
Gerade hier lohnt die rechtliche Prüfung vor dem Umbau.
Stattdessen prüfen wir:
- Welches Boot?
- Ursprüngliches CE-System?
- Welche Batterie?
- Kapazität?
- Spannung?
- Batteriefunktion?
- Nur Verbraucher oder auch Antrieb?
- Änderungen der Ladeanlage?
- Änderungen der Verkabelung?
- BMS?
- Gewicht?
- Einbauort?
- Bestehende technische Dokumentation?
LiFePO4 auf dem Boot nachrüsten
LiFePO4-Batterien haben sich auf vielen Sportbooten als attraktive Alternative zu klassischen Bleibatterien etabliert. Die produktsicherheitsrechtliche Frage lautet jedoch nicht „Ist LiFePO4 erlaubt?“, sondern:
Wie verändert das konkrete Batteriesystem das ursprünglich bewertete elektrische System des Bootes?
Prüfrelevant können sein:
- Batteriekapazität
- Spannung
- Ladeleistung
- BMS
- Lichtmaschine
- Laderegler
- Sicherungskonzept
- Trennmöglichkeiten
- Verkabelung
- thermische Sicherheit
- Einbauort
- Gewicht
- Integration in das übrige Bordnetz
Technische Anforderungen an Lithium-Batteriesysteme
Für Lithium-Ionen-Batteriesysteme auf kleinen Wasserfahrzeugen bestehen spezifische technische Standards. Aktuell relevant ist insbesondere ISO 23625:2025 – Small craft — Lithium-ion batteries. Sie behandelt Anforderungen und Empfehlungen für Auswahl und Installation von Lithium-Ionen-Batterien – sowohl für allgemeine elektrische Verbraucher als auch für elektrische Antriebssysteme.
Technische Normen sind ein wichtiger Bestandteil der Konformitätsbeurteilung. Die rechtliche Frage, ob ein Umbau eine Major Craft Conversion darstellt und welches Verfahren erforderlich ist, muss davon getrennt geprüft werden.
Was passiert, wenn eine Major Craft Conversion vorliegt?
Ist ein Umbau als Major Craft Conversion einzuordnen, kann ein Post-Construction Assessment (PCA) erforderlich werden. Dabei wird eine benannte Stelle eingebunden. Sie beurteilt, ob das umgebaute Wasserfahrzeug weiterhin beziehungsweise in äquivalenter Weise die relevanten Anforderungen der Sportbootrichtlinie erfüllt.
Unsere Aufgabe:
- rechtliche Einordnung des geplanten oder erfolgten Umbaus
- Bestimmung der einschlägigen Vorschriften
- Prüfung vorhandener CE-Unterlagen
- Strukturierung der technischen Dokumentation
- Abstimmung mit Sachverständigen
- Abstimmung mit benannten Stellen
- rechtliche Begleitung des PCA-Verfahrens
- Klärung der Dokumentationspflichten
Muss jetzt wirklich das ganze Boot neu zertifiziert werden?
Bei einer Major Craft Conversion muss die Konformität nach dem Umbau bewertet werden. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass jedes ursprünglich bereits bewertete Detail des Bootes ohne Rücksicht auf den konkreten Umbau vollständig neu geprüft werden muss.
Die aktuelle europäische Anwendungshilfe sieht ausdrücklich einen verhältnismäßigen Ansatz vor: Die benannte Stelle kann technische Prüfungen und Inspektionen auf die grundlegenden Anforderungen konzentrieren, die durch den Umbau betroffen sind.
Entscheidend ist der konkrete Umfang der Veränderung – nicht die pauschale Annahme „komplette CE von vorne“.
Je nach Verfahren können entstehen:
- PCA-Zertifikat
- Konformitätsbericht
- aktualisierte bzw. neue EU-Konformitätserklärung
- CE-Kennzeichnung mit Kennnummer der benannten Stelle
- entsprechendes Hersteller-/PCA-Schild
- gegebenenfalls neue Identifikationskennzeichnung
- technische Dokumentation
Nicht jeder Umbaufall benötigt zwangsläufig alle diese Schritte.
Wer ist nach dem Umbau verantwortlich?
Bei einer Major Craft Conversion sieht das europäische Produktsicherheitsrecht besondere Verantwortlichkeiten für die Person vor, die das umgebaute Wasserfahrzeug anschließend in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt. Im Rahmen eines PCA übernimmt diese Person Verantwortung für die dokumentierte äquivalente Konformität des umgebauten Produkts.
Wer diese Person im konkreten Projekt ist und welche Pflichten Eigner, Werft, Installateur oder Anbieter treffen, sollte individuell geprüft werden.
Gerade bei professionell durchgeführten Umbauten sollte vor Beginn geklärt sein, wer welche technische und rechtliche Verantwortung übernimmt.
Werft baut um – Eigner trägt trotzdem Risiken?
Viele Eigner beauftragen eine Werft oder einen spezialisierten Installationsbetrieb vollständig mit dem Umbau. Das ist technisch sinnvoll, beantwortet aber nicht automatisch sämtliche produktsicherheitsrechtlichen Fragen.
Die technische Leistungsbeschreibung sollte mit den produktsicherheitsrechtlichen Anforderungen zusammenpassen.
Vor Auftragserteilung klären:
- Was genau schuldet die Werft?
- Nur Einbau einzelner Komponenten?
- Planung des gesamten Systems?
- CE-konforme Integration?
- Technische Dokumentation?
- Risikobeurteilung?
- Unterstützung beim PCA?
- Wer koordiniert die benannte Stelle?
- Welche Unterlagen werden nach Abschluss übergeben?
Major Craft Conversion für Werften und Marine-Elektriker
Wir beraten nicht nur Eigner, sondern auch Betriebe, die elektrische Retrofit-Projekte rechtssicher strukturieren wollen.
Typische Fragen:
- Wann wird aus einer Reparatur ein größerer Umbau?
- Welche Verantwortung übernimmt der Betrieb?
- Welche Dokumentation muss erstellt werden?
- Wann sollte eine benannte Stelle eingebunden werden?
- Wer führt die Risikobeurteilung durch?
- Wie sollte das Angebot formuliert sein?
- Was schuldet der Installateur?
- Welche Informationen benötigt der Eigner?
- Welche Haftungsrisiken entstehen?
- Wie sollten AGB und Leistungsbeschreibung gestaltet sein?
Elektro- oder Lithium-Umbau bereits durchgeführt?
Nicht jeder Mandant kommt vor dem Umbau. Typische Situationen:
- Diesel bereits entfernt
- Elektromotor eingebaut
- Lithium-Batterien installiert
- Boot bereits genutzt
- CE-Frage erst später bemerkt
- Käufer oder Makler fragt nach Dokumentation
- Versicherung stellt Fragen
- Register oder Behörde verlangt Unterlagen
Kein Grund zur Unruhe – aber ein Anlass, strukturiert vorzugehen.
Dokumentation sichern
CE-Konformitätserklärung, Herstellerunterlagen, Originaldaten.
Umbau dokumentieren
Komponenten, Rechnungen, technische Pläne, Einbaunachweise.
Rechtlich einordnen
Prüfen, ob tatsächlich eine Major Craft Conversion vorliegt.
Verfahren bestimmen
Gegebenenfalls Abstimmung mit technischer Fachstelle und benannter Stelle.
Auch nach einem bereits erfolgten Umbau lässt sich zunächst strukturiert klären, welcher Handlungsbedarf tatsächlich besteht.
Bereits umgebautes Boot kaufen?
Bei einem bereits umgebauten Boot gehört die Umbau- und CE-Dokumentation in die rechtliche Due Diligence.
Käufer sollten klären:
- Wer hat den Umbau durchgeführt?
- Wann?
- Welche Komponenten wurden eingebaut?
- Gibt es Schaltpläne?
- Gibt es Rechnungen?
- Gibt es Herstellerunterlagen?
- Wurde die CE-Situation geprüft?
- War ein PCA erforderlich?
- Falls ja: wurde es durchgeführt?
- Gibt es aktuelle Konformitätsunterlagen?
- Stimmen Typenschild und Dokumentation?
Elektro-Umbau und späterer Verkauf
Spätestens beim Verkauf eines technisch erheblich veränderten Bootes können fehlende Dokumente sichtbar werden. Makler, Käufer, Sachverständige, Versicherer oder Behörden können Fragen zur CE-Konformität stellen.
Eine saubere Dokumentation des Umbaus erleichtert nicht nur den Betrieb, sondern auch einen späteren Verkauf.
Frühzeitig prüfen:
- ursprüngliche CE-Unterlagen
- Dokumentation des Umbaus
- PCA-Unterlagen, soweit erforderlich
- aktuelle Konformitätserklärung
- technische Dokumentation
- Identifikation des Bootes
Welche Rolle spielt der Umbau für die Yachtversicherung?
Bei erheblichen technischen Veränderungen sollte auch die Versicherungsseite geprüft werden.
Produktsicherheitsrecht und Versicherungsrecht sind unterschiedliche Fragen – können im Schadenfall aber aufeinandertreffen.
Mehr dazu: Bootsunfall & Yachtunfall
- Muss der Versicherer informiert werden?
- Ändert sich der Versicherungswert?
- Ändert sich das technische Risiko?
- Welche Unterlagen verlangt der Versicherer?
- Welche Folgen können fehlende Konformitätsunterlagen bei einem Schaden haben?
Warum Lithium technisch anders behandelt wird
Lithium-Ionen-Batterien haben gegenüber klassischen Blei-Systemen andere elektrische und thermische Eigenschaften. Deshalb spielen weitere Aspekte eine Rolle.
Die Installation sollte technisch von entsprechend qualifizierten Fachleuten geplant werden. Unsere Aufgabe ist die rechtliche und regulatorische Begleitung.
- Battery Management System
- Überstromschutz
- Temperaturüberwachung
- Ladeparameter
- Abschaltmechanismen
- Verkabelung
- Einbau
- Schutz vor mechanischer Beschädigung
- elektrische Systemintegration
Wann wird aus vielen kleinen Nachrüstungen ein großes System?
Ein moderner Elektro-Umbau besteht oft aus mehreren miteinander verbundenen Komponenten. Sie sollten nicht nur isoliert betrachtet werden: Entscheidend kann sein, wie sich das Gesamtsystem gegenüber dem ursprünglich konformitätsbewerteten Boot verändert.
- Solar
- Lithium-Batterie
- Wechselrichter
- Ladegerät
- Generator
- DC/DC-Wandler
- Elektromotor
- Hochleistungs-Lichtmaschine
- Shore Power
- Energiemanagement
Major Craft Conversion betrifft nicht nur Elektroantriebe
Auch andere erhebliche Veränderungen können eine Prüfung erforderlich machen.
Mehr dazu: CE-Zertifizierung Boot & Yacht
- erhebliche Leistungssteigerung des Motors
- Änderung des Antriebskonzepts
- umfangreiche strukturelle Änderungen
- Änderungen von Stabilität und Auftrieb
- tiefgreifende Änderung der Nutzung
- erhebliche Veränderung von Gewicht oder Gewichtsverteilung
Was gilt bei Booten vor Einführung der CE-Pflicht?
Bei älteren Sportbooten hängt die rechtliche Einordnung von mehreren Faktoren ab. Die aktuelle europäische Anwendungshilfe zur Sportbootrichtlinie behandelt Wasserfahrzeuge, die vor Einführung des europäischen CE-Regimes in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wurden, gesondert.
Bei älteren Booten sollte zuerst die historische CE- und Marktsituation geprüft werden, bevor aus heutigen Regeln Schlussfolgerungen gezogen werden.
- wann das Boot erstmals in Verkehr gebracht bzw. in Betrieb genommen wurde
- welchem damaligen Rechtsrahmen es unterlag
- ob es ursprünglich CE-pflichtig war
- wann und in welchem Umfang der Umbau erfolgt
So unterstützen wir bei Major Craft Conversion
Rechtliche Vorprüfung
Ist der geplante Umbau überhaupt eine Major Craft Conversion?
CE-Dokumentation
Prüfung der bisherigen Konformitätserklärung und vorhandenen technischen Unterlagen.
Elektro-Umbau
Rechtliche Einordnung beim Wechsel von Verbrennungs- auf Elektroantrieb.
Lithium-Systeme
Rechtliche Bewertung bei Umrüstung des Batteriesystems.
PCA
Begleitung eines erforderlichen Post-Construction Assessment.
Benannte Stelle
Koordination und rechtliche Kommunikation mit einer geeigneten benannten Stelle.
Technische Experten
Abstimmung mit Fachingenieuren, Sachverständigen und Installationsbetrieben.
Werftvertrag
Prüfung der vertraglichen Verantwortung beim Umbau.
Verkauf / Kauf
Prüfung der Umbau- und CE-Dokumentation bei Transaktionen.
So prüfen wir Ihr Umbauprojekt
Ausgangsboot
Baujahr, Hersteller, Modell, ursprüngliche CE-Unterlagen und aktueller Zustand.
Geplanter Umbau
Welche Komponenten sollen ersetzt oder ergänzt werden?
Rechtliche Einordnung
Wir prüfen, ob und weshalb eine Major Craft Conversion vorliegen kann.
Technische Schnittstellen
Wir identifizieren, welche grundlegenden Anforderungen möglicherweise betroffen sind.
Lösungsweg
Etwa: Umbau ohne zusätzliches PCA vertretbar, weitere Dokumentation, fachtechnische Prüfung, benannte Stelle vorab einbinden oder PCA durchführen.
Umsetzung
Wir begleiten die rechtliche Seite bis zu einer belastbaren Dokumentation.
Bitte nicht erst nach dem Einbau fragen
Dann können technische Planung, Dokumentation und rechtliche Anforderungen von Anfang an aufeinander abgestimmt werden.
Vorher prüfen ist meist einfacher als nachher rekonstruieren.
Der beste Zeitpunkt ist, bevor
- der alte Motor ausgebaut wird,
- das Batteriesystem bestellt wird,
- die Verkabelung geändert wird,
- der Umbauvertrag unterschrieben wird.
Ein Rechtsgebiet in Bewegung
Elektrische Antriebe und leistungsfähige Lithium-Systeme entwickeln sich schneller als viele der ursprünglichen Regelungsmodelle für Sportboote. Auf europäischer Ebene wird derzeit intensiv diskutiert, welche technischen Änderungen tatsächlich die Schwelle einer Major Craft Conversion erreichen und wie Post-Construction Assessments verhältnismäßig ausgestaltet werden können.
Gerade deshalb sollte nicht mit alten Faustregeln gearbeitet werden, sondern anhand des aktuellen Rechts- und Technikstands.
Produktsicherheitsrecht trifft Yachttechnik
Major Craft Conversion liegt an der Schnittstelle mehrerer Rechts- und Fachgebiete. TANIS | VON DER MOSEL befasst sich spezialisiert mit rechtlichen Fragen rund um Sportboote und Yachten.
- Sportbootrecht
- europäisches Produktsicherheitsrecht
- CE-Konformität
- Yachttechnik
- Elektrotechnik
- Kauf- und Werkvertragsrecht
- Haftung
- Versicherung
Häufige Fragen zu Major Craft Conversion
Eine erhebliche Veränderung eines Sportbootes, bei der insbesondere die Antriebsart geändert, ein größerer Motorumbau vorgenommen oder das Boot so verändert wird, dass relevante Sicherheits- und Umweltanforderungen betroffen sein können.
Sie planen Elektroantrieb oder Lithium-Nachrüstung?
Schicken Sie uns die Daten Ihres Bootes und die geplante technische Änderung. Wir prüfen, ob eine Major Craft Conversion vorliegen kann und welcher Weg vor dem Umbau sinnvoll ist.
Je früher wir eingebunden sind, desto besser lassen sich technische Planung, CE-Dokumentation und rechtliche Anforderungen aufeinander abstimmen.
Weitere Themen: Kontakt
